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Rettungskräfte bilden sich fort

Thema: Kommunikation statt Eskalation

Immer wieder war in den vergangenen Monaten in den Medien zu lesen und zu hören, dass Rettungskräfte des Öfteren mit aggressiven, gewaltbereiten Menschen zu tun haben. Die Praxisanleiter des DRK-Kreisverbandes Pforzheim-Enzkreis e.V. haben dies zum Anlass genommen, eine entsprechende Fortbildung anzubieten. Das fand nicht nur im direkten Kollegenkreis rege Nachfrage, sondern auch Mitarbeitern von anderen Rettungsdienstanbietern.

Am Wochenende ging es in einem Theorieteil in der neuen Pforzheimer DRK-Hauptrettungswache zunächst um Kommunikation und wie diese grundsätzlich funktioniert. Des Weiteren stand Gewaltprävention auf dem Programm: Besprochen wurde, wie die Einsatzkräfte durch ihr Verhalten und ihre Kommunikation eine Eskalationssituation verhindern können. "Und letztlich ging es darum, wie man deeskalieren kann, wenn sich herausstellt, dass das Gegenüber gewaltbereit ist", sagt DRK-Praxisanleiter Sven Thieme.

Am Sonntag waren die Kursteilnehmer zu Gast beim Judokan Bretten, um dort ihr neues Wissen auch praktisch anwenden zu können. Unterstützt wurden sie dabei von Ruben Weiler vom Taekwondo Mühlacker e.V. Er ist, genauso wie Sven Thieme, Kursleiter für Frauenselbstverteidigungskurs im Ju Jutsu. Auf dieser Kampfsportart beruhte der zweite Teil mit seinen praktischen Elementen. Im Rahmen von Stationsausbildungen befassten sich die Rettungskräfte mit verschiedenen Abwehrtechniken und Schlag- wie Tritttechniken. So lernten die Teilnehmer, wie man aus Festhaltegriffen herauskommt, und wie man durch einfache Techniken gegen verschiedene Vitalpunkte mit wenig Kraftaufwand eine Gewaltsituation auflösen kann. In realistischen Szenarien wurde das Erlernte als Abschluss direkt angewendet.

Text/Fotos: D. Kneis/DRK

25. April 2018 21:44 Uhr. Alter: 232 Tage